Der Botschafter des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens bei der Republik Österreich, S.E. Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, zählt zu den international anerkannten Experten im Kampf gegen den Menschenhandel. Das mit dem internationalen Fachbegriff „Human Trafficking“ bezeichnete Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist ein weltweites Mrd.-Geschäft, gegen das entschieden vorgegangen werden muss. Der UN-Generalsekretär, António Guterres, veröffentlichte daher heute, zum „Internationalen Welttag gegen den Menschenhandel“ eine Botschaft.
Der Generalsekretär: Botschaft zum Internationalen Welttag gegen Menschenhandel
Menschenhandel ist ein entsetzliches Verbrechen, das zugleich eine schwere Verletzung der Menschenrechte darstellt. Er ist eine der sich am schnellsten ausbreitenden Formen der organisierten Kriminalität – betrieben von skrupellosen Netzwerken, die sich die Schutzbedürftigkeit anderer zunutze machen und aus deren Leid Profit schlagen.
Es geht um ein brutales, straff organisiertes Geschäft, das auf Täuschung, Zwang und Ausbeutung beruht und sich mit rapider Geschwindigkeit entwickelt.
Kriminelle Gruppen operieren grenzüberschreitend mit Gewandtheit und besorgniserregendem Tempo. Sie nutzen Rechtslücken, unterwandern legale Branchen und Versorgungsketten, machen sich Migrationsströme zunutze und setzen Technologie für Rekrutierung, Kontrolle und Missbrauch ein – unter anderem durch online erfolgende sexuelle Ausbeutung oder zwangsweise Verwicklung der Opfer in Cyberbetrug.
Wir müssen geschlossen und rasch reagieren.
So etwa, wenn wir das Geschäftsmodell zerschlagen, das dem Menschenhandel zugrunde liegt, das heißt die Straflosigkeit beenden, unrechtmäßig erzielte Gewinne kappen und die Strafverfolgungs- und Justizsysteme stärken. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wir müssen zudem starke Bündnisse schmieden – mit der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor, einschließlich der Technologieunternehmen – mit dem Ziel, zu sensibilisieren und Meldekanäle zu fördern, mit denen Ausbeutung verhindert und besonders gefährdete Personen geschützt werden können.
Und wir müssen uns dafür einsetzen, Gerechtigkeit für die Überlebenden zu schaffen, die Verschleppten zu unterstützen und die grundlegenden Ursachen zu bekämpfen, von Armut und Ungleichheit bis hin zu Konflikten und Klimaverschiebungen.
Lassen Sie uns am heutigen Welttag gegen Menschenhandel solidarisch mit den Opfern handeln, die Tatverantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und eine Welt aufbauen, in der kein Mensch gekauft, verkauft oder ausgebeutet wird.
Quelle: https://unis.unvienna.org/unis/pressrels/2025/unissgsm1513.html